Was ist CBD?

CBD steht für „Cannabidiol“.

Cannabidiol ist einer von vielen natürlich vorkommenden Wirkstoffen in der Cannabispflanze.
Im Gegensatz zu THC wirkt CBD nicht Psychoaktiv.
CBD wurde erstmals 1940 entdeckt und unterliegt seitdem ständiger Forschung.

Von wissenschaftlicher Seite kann bisher gesagt werden, dass CBD Angstzustände lindern, Muskeln entspannen, Entzündungsprozesse hemmen und Stress reduzieren kann.
So kann CBD auch bei chronischen Krankheiten Linderung verschaffen.

Was macht CBD in unserem Körper?

Wenn CBD in unseren Körper gelangt, bindet es an sogenannte „CB1“ und „CB2“ Rezeptoren, welche unter anderem in unserem Gehirn und unserem Immunsystem vorkommen.
Rezeptoren kann man sich wie kleine natürliche „Andockstationen“ des Körpers vorstellen.

Der menschliche Körper besitzt eine Vielzahl von solchen Stationen, an einigen docken Hormone wie Östrogen und Testosteron an, an anderen Neurotransmitter wie Dopamin oder Serotonin.
Die Gesamtheit aller CB1 und CB2 Rezeptoren in unserem Körper wird in der Wissenschaft als „Endocannabinoidsystem“ bezeichnet (Endo = von innen).

Unser Körper stellt auf natürliche Weise auch eigene Endocannabinoide her, welche dann an die CB1 und CB2 Rezeptoren andocken und diese aktivieren.
Einige dieser eigenen Endocannabinoide gewinnt der Körper z.B. aus der Verstoffwechselung von Fettsäuren (also der Verdauung von Fetten).

Die Aktivierung der CB1 und CB2 Rezeptoren dient dem Körper, unter anderem, zur Regulation von Appetit, Schmerzempfinden und der momentanen Stimmung.

Was macht nun aber CBD und wie ist CBD in diese Prozesse einzuordnen?

CBD wirkt in unserem Körper ähnlich wie unsere eigenen Endocannabinoide.
Der Unterschied ist jedoch, dass CBD zwar an die selben Rezeptoren andockt bzw. bindet, diese aber nicht aktiviert sondern reguliert.

Das heißt, CBD setzt sich auf unsere Rezeptoren und „prüft“ was diese brauchen – viele solcher Endocannabinoide die andocken und sie aktivieren oder eben wenige.
Somit kann CBD dem Körper ein kleines Stück helfen sich besser selbst zu regulieren.

Gerade wenn der Körper z.B. durch eine chronische Erkrankung in ein Ungleichgewicht gefallen ist.

CBD und Medikamente – worauf muss ich achten?

Zuerst muss gesagt werden, dass CBD keinen vollwertigen Ersatz für Medikamente darstellt oder als solche zu betrachten ist.
Wenn auch die Eigenschaften von CBD für den Körper sehr positiv sind und CBD in keinster Weise toxisch ist, kann es trotz dessen zu Wechselwirkungen mit eingenommenen Medikamenten kommen.

Wie kann das sein?
CBD kann bei einer hohen Dosierung bestimmte Enzyme in unserem Körper daran hindern, Medikamente normal zu verstoffwechseln.
Dies kann dann dazu führen, dass unser Körper ein Medikament langsamer abbaut als vorher.
So können eventuelle Nebenwirkungen verstärkt werden.

Bei einigen Medikamenten, welche als „Vorstufen“ zu anderen Medikamenten bezeichnet werden (im englischen „Prodrugs“ genannt), findet ein gegenteiliger Prozess im Körper statt – durch die gehemmte Verstoffwechselung kommt es zu einer geringeren Wirkstoffkonzentration im Blut und das Medikament kann seine gewünschte Wirkung nicht erzielen.

Wenn ihr also bereits bestimmte Medikamente zu euch nehmt, dann konsultiert bitte vor der Einnahme von CBD euren zuständigen Arzt (einige dieser Medikamente, bei denen es zu Wechselwirkungen mit CBD kommen kann, sind beispielsweise Antibiotika und Corticosteroide).

Das Enzymsystem welches von CBD gehemmt wird, nennt sich „CYP450 oder auch P450“ – fragt also euren Arzt ob das jeweilige Medikament über dieses System in euren Stoffwechsel eingeht.

Abschließend sei noch erwähnt, dass die WHO (Weltgesundheitsorganisation) CBD als unbedenklich und sicher eingestuft hat.
Hier der offizielle Link zum Review der WHO: Zusammenfassung der WHO